Donnerstag, 1. Mai 2014

Michael Schofield – Ich will doch bloß sterben, Papa


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 Format: Gebunden
Seitenzahl: 336 Seiten
Erscheinungsdatum: 31. März 2014
Verlag: Kösel Verlag
ISBN: 978-3466309948
Preis: 19,99 €



Der Klappentext:




Jani ist erst vier Jahre alt, da befürchten Michael und Susan Schofield bei ihrer Tochter schizophrene Halluzinationen. Die damit konfrontierten Ärzte wiegeln ab, bei einem so kleinen Kind sei so etwas unvorstellbar. Doch der Verdacht bestätigt sich: Bei dem inzwischen sechsjährigen Mädchen wird Schizophrenie diagnostiziert. Jani lebt in einer Welt aus Halluzinationen und gewalttätigen Vorstellungen mit Hunderten imaginärer innerer „Freunde“. Eine Ratte flüstert ihr ein, ihren Bruder zu misshandeln, eine Katze sagt ihr, sie solle sich selbst töten, eine Stimme in ihr drängt sie dazu, aus dem Fenster zu springen. Und mittendrin in diesem Chaos aus nicht enden wollenden Wahnvorstellungen und Wutanfällen: Janis Eltern, die alles daransetzen, das Leben ihrer beiden Kinder zu schützen, während die Familie auseinanderzubrechen droht.

Diese packende Geschichte ist dramatisch und Mut machend zugleich. Sie lässt hoffen, dass die bedingungslose elterliche Liebe Jani künftig ein halbwegs lebenswertes Leben ermöglichen wird.





Der Autor:




Michael Schofield betreibt einen Blog über die Geschichte der Schizophrenie seiner Tochter und ist Dozent an der California State University, Northridge. Zusammen mit seiner Frau Susan gründete er die Jani Foundation zur Unterstützung von psychisch kranken Kindern und deren Eltern (www.janifoundation.org).




Die Rezension: 


Gelesen und rezensiert von Mienebaja-74

Die Familiengeschichte der Familie Schofield hat mich zutiefst  bewegt. Und das nicht nur während ich das Buch gelesen habe, sondern auch in der Zeit danach noch sehr. Am Anfang war ich sehr Zwiegespalten,  mir kam oft der Gedanke das die „ Probleme „ Hausgemacht sein könnten. Umso weiter ich im Buch kam wurde mir klar, dass es eben nicht so ist, sondern das den Eltern wirkliche Hilfe fehlt. Hilfe in Form von Diagnostik und Umgang mit Jan(n)i. Oft wurden sie abgewiegelt und ihnen die Schuld zugeschoben. Schlimm finde ich die Vorurteile mit denen die Familie zu kämpfen hat ( die ich am Anfang selbst hatte ). Das passiert leider vielen Eltern ( kann ich aus eigener Erfahrung sagen ).  Janni hat einen IQ von 147 und das ohne den schriftlichen Teil das alleine bei so einem kleinen Kind zu verkraften ist schon heftig, da kann man leicht das Gefühl bekommen, dass man dem eigenen Kind unterlegen ist. Und auf der anderen Seite die immer schlimmer werdendes Gewaltausbrüche. Ich kann sehr gut nachvollziehen das beide Eltern voller Verzweiflung nicht weiter wissen und nach jeden Hoffnungsvollen Strohhalm greifen, sei er noch so klein.
Umso mehr bewundere ich Michael der voll und ganz für sein Kind einsetzt, sich quasi komplett aufopfert. Ich habe den Eindruck dass er seine Frau Susan rauszuhalten versucht, um sie zu schützen.
Auch die Hoffnung am Anfang dass sich mit der Geburt des kleinen Bruders Bodhi alles besser wird, kann ich sehr gut nachvollziehen.  Aber leider wird dadurch alles nur noch schlimmer. Die Kluft zwischen Michael und Susan wird immer größer.
Der Gedanke immer wieder Jani´s Ausbrüche mit ansehen zu müssen, sehen zu müssen wie sich das eigene Kind in der Traumwelt verliert und niemanden an sich heran lässt, kann Eltern nicht kalt lassen. Und irgendwann hat man selbst einfach nicht mehr die Kraft alleine zu kämpfen.

Von Anfang an sprechen alle Anzeichen für Schizophrenie, Gott sei Dank kann man nur sagen steht nach Jahren des ungewissen die Diagnose fest. Jani kann mit den Medikamenten zumindest so gut Leben, das die Familie nicht in ständiger Angst ist.

Meine ganze Hochachtung gilt Michael und Susan die trotz dieser schlimmen Zeiten die sie hinter sich haben und noch vor sich haben, immer zusammengehalten haben. Auch wenn es oft schwer war, gerade dann wenn man als Eltern sich Gegenseitig Vorwürfe macht.

5 Sterne



Unsere Bewertung:







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