Mittwoch, 29. Oktober 2014

Andreas Schnabel – Braune Orchideen

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Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 536 Seiten
Erscheinungsdatum: 08. Oktober 2014
Verlag: Monogramm Verlagsgesellschaft
ISBN: 978-3945458013
Preis: 13,00 €

        

Der Klappentext:



Sie sieht so friedlich aus, die kleine Gemeinde irgendwo im bergigen Süddeutschland, dennoch birgt sie ein furchtbares Geheimnis. Woher kommt der Hass der Alten, der so groß ist, dass sie sich gegenseitig bestialisch umbringen? Hetzt sie die Gier aufeinander? Ist es vielleicht Angst oder werden sie gar fremdgesteuert? Die Toten sind nicht arm gestorben. Im Gegenteil Sie hinterlassen jeweils viel Geld. Viel zu viel, als dass Erben eine Erklärung verlangen dürfen, ohne sich dabei in Lebensgefahr zu begeben.





Der Autor:


Andreas Schnabel wurde 1953 und in Hamburg geboren und wuchs in Westberlin auf. Beim damals noch jungen Sender RTL war er als Redakteur und Produzent für die Sportredaktion im Bereich Tennis und Formel 1 tätig, um anschließend die Redaktion für Sonderprojekte zu leiten. Danach arbeitete er selbstständig als TV-Produzent und Event-Regisseur, bis er aus gesundheitlichen Problemen Abstand vom Fernsehgeschäft nehmen musste. Er folgte nun seinem Herzenswunsch und schrieb Theaterstücke, Drehbücher, Kurzgeschichten, Gedichte und Kriminalromane. Andreas Schnabel wohnt heute in Pulheim bei Köln.





Die Rezension: 


Gelesen und rezensiert von unclethom


Ein Krimi wie er sein muss, Witz und Spannung gleichermaßen begeistern den Leser.
Glaubhafte Figuren und eine Story die einen ängstigen kann. Transportiert man diese Story in die Realität, bemerkt man dass es so durchaus hätte geschehen können. Altnazis die nach ihrer Flucht nach Südamerika immer noch die Finger nach Deutschland ausstrecken, sind so weit von der Realität nicht entfernt.
Ich bekam das Buch in die Hände und wollte nur kurz in die Story hineinlesen, weil mir der Autor bisher gänzlich unbekannt war. Aus kurz wurde das ganze Buch, denn die Story und auch die Schreibweise des Autors haben mich sofort mitgenommen und nicht wieder losgelassen ehe ich das Buch nach dem Ende zuklappte.
Die Figuren hat der Autor schön gezeichnet und Lebendig werden lassen. Besonders hervorheben möchte ich allerdings, wie plastisch der Autor die Schauplätze beschrieben hat. Es war für mich so, als wäre ich in Schwalbach unterwegs und würde jede Ecke dieses Orts persönlich kennen und ich könnte blind durch den Ort gehen und mich trotzdem zurechtfinden.
Die Story an sich war so spannend geschrieben, dass ich das nur schwerlich aus der Hand legen konnte. So kam es wie es kommen musste und das Buch hat mich reichlich Schlaf gekostet, erst dann als es mir aus den Händen fiel, weil ich vor Erschöpfung einschlief legte ich es beiseite. Aber nie lange, denn selbst mitten in der Nacht mussten ein paar Seiten sein.
Die eine oder andere Stelle die vielleicht nicht realistisch erscheinen mag, darf man getrost der künstlerischen Freiheit zuschreiben und daher auch gerne vernachlässigen.
Ich bedanke mich recht herzlich bei Andreas Schnabel für diesen tollen Krimi.

Von mir gibt es hier die volle Punktzahl von 5 von 5 Sternen.





Unsere Bewertung:





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Dienstag, 28. Oktober 2014

RichardMackenrodt - Azahrú - Wer den Weg verliert

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Format: Gebunden
Seitenzahl: 496 Seiten
Erscheinungsdatum: 23. September 2014
Verlag: Edition Takuba Verlag
ISBN: 978-3981666748
Preis: 24,99 €

        

Der Klappentext:



In den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts wächst Azahrú auf als Sohn eines Tuareg-Anführers. Mitten in der Sahara. Ohne zu wissen, dass es jemanden gibt, der es auf sein Leben abgesehen hat. Denn in Wirklichkeit ist er der Sohn deutscher Eltern, die längst tot sind. 
Dem Rätsel seiner Herkunft kommt Azahrú erst viele Jahre später auf die Spur. Als junger Mann bringt er den Mut auf, die Wüste zu verlassen, reist nach Europa und begibt sich auf die Suche. Dabei widerfahren ihm Dinge, die so ungeheuerlich sind, dass ein einfacher Junge aus der Wüste daran eigentlich zerbrechen müsste. Aber die Tuareg sind zäh. Sie sind es gewohnt, der Natur zu trotzen, mit wenig auszukommen und ungeachtet aller Entbehrungen ihre Kamelkarawanen erfolgreich tausende Kilometer durch die Wüste zu führen. Zu Fuß. Schritt für Schritt. Solche Menschen geben nicht einfach auf. 
Die traditionelle Kultur der Tuareg ist im Untergehen begriffen. Nur wenige von ihnen ziehen im 21. Jahrhundert noch als Nomaden von Oase zu Oase und leben von Salzkarawanen. Ein Schluck Wasser ist für sie eine wertvolle Köstlichkeit, eine gemeinsam eingenommene Tasse Tee der Inbegriff von Freundschaft und Respekt. Dieser Roman ist ein Stück weit so, wie auch sie es sind: ernsthaft und stolz, aber in vielen Momenten auch albern wie die Kinder. Azahrú - Wer den Weg verliert erzählt auf fast 500 Seiten eine machtvolle Geschichte über Heimat, Identität und Erlösung. Und fast wie nebenbei auch noch eine der größten Liebesgeschichten aller Zeiten.




Der Autor:


Richard Mackenrodt ist seit 20 Jahren einer der erfolgreichsten Drehbuchautoren Deutschlands.

"Azahrú - Wer den Weg verliert" ist nun sein erster Roman. Den er nur schreiben konnte, weil er ein intimer Kenner der Kultur der Tuareg ist - jenes Nomadenvolkes, das für uns fast so etwas ist wie ein Mythos: blau verschleierte, kriegerische Männer mit funkelnden Augen, hoch oben im Sattel ihres Dromedars. Auch Hollywood hat stets immer nur diese Klischees bedient. Richard Mackenrodt zeigt uns in seinem Buch jetzt endlich, wie diese Menschen wirklich sind. Und dass sie uns westlich zivilisierten Menschen gerade in der Einfachheit ihrer traditionellen Kultur in Vielem überlegen sind. Dass Mackenrodt das mit Hilfe einer unglaublich spannenden und zutiefst anrührenden Geschichte tut, ist ein Glücksfall für alle Leser, die große, gewaltige, wuchtige Geschichten lieben.

Und weiter? Beim Schreiben von "Azahrú - Wer den Weg verliert" hat Richard Mackenrodt Blut geleckt. Seine nächsten beiden Romane warten bereits auf ihre Veröffentlichung:

"Mein Leben davor" - eine Geschichte, wie es (und das ist jetzt kein Spruch) noch keine gegeben hat. Ein wildes, raues, leidenschaftliches, komisches und trauriges Buch über Schmerz und Wiedergeburt und innere Verbundenheit bis zum Tod. Und darüber hinaus. Mit einem Ende, das den Leser sprachlos macht. Das klingt jetzt noch ein bisschen kryptisch, klar, aber mehr wird trotzdem noch nicht verraten.

Und dann: "Die kleine Insel am Ende der Welt" - wenn Tarantino eines Tages beschließen würde, eine romantische Sommerkomödie zu schreiben, würde sie vielleicht so aussehen. Oder so ähnlich. Das wird lustig. Aber nicht nur. Die ersten Testleser fordern bereits jetzt eine Fortsetzung. Lassen Sie sich mal überraschen.

Diese beiden Bücher erscheinen im Jahr 2015. Und Vorfreude ist ja bekanntlich die beste Freude.

Richard Mackenrodt sagt: "Ich schreibe aus zwei Gründen. Der erste ist ganz einfach: Weil ich geboren bin, um Geschichten zu erzählen. Der zweite ist noch einfacher: Ich lese einfach für mein Leben gerne meine Geschichten vor. Eine Lesung zu halten - für mich gibt es nichts Schöneres. So wie am 23. September bei meiner Buchpremiere im Fraunhofertheater in München, mit Lesung und Livemusik von zwei extra eingeflogenen Tuareg-Musikern. Das war gigantisch. Und fragen Sie mal meine Freunde: Manche von ihnen haben schon Komplett-Lesungen meiner Romane geschenkt bekommen. Ich lese dann tatsächlich einen ganzen Roman - von der ersten bis zur letzten Zeile. Ja, wirklich. Das hört sich irre an, ich weiß, und das ist es auch. Die wissen dann vorher auch nicht so genau, was sie davon eigentlich halten sollen. So nach dem Motto: 'Hey, und was ist, wenn ich's furchtbar finde, und dann soll ich den ganzen Tag da sitzen und zuhören?' Nun, es ist noch keiner davon gelaufen, im Gegenteil. So eine Mammut-Lesung geht aber nur mit erstaunlichen Mengen rohen Ingwers, kannenweise grünem Tee und einer Tüte Halsbonbons..." 





Die Rezension: 


Gelesen und rezensiert von mienebaja-74


Nachdem mein Mann von dem Buch schon so begeistert war, musste ich es auch unbedingt lesen. Schon nach den ersten Seiten wusste ich dass es mir nicht anders gehen würde. Man hat das Gefühl Richard Mackenrodt erzählt diese Geschichte um die Tuareg mit einer unglaublichen Leichtigkeit, aber gleichzeitig so Farbenfroh, dass man die Bilder vor seinem geistigen Auge sieht. Durch Azahrú bekommt man einen Eindruck in das einfache Nomadenleben, aber im Gegenzug auch das zu der Zeit schon sehr Materiell geprägte Westliche Leben. Es gelingt dem Autor sehr gut beides mit einander zu verbinden. Das Buch ist aus der Sicht von Azahrú geschrieben. Man wächst mit ihm von kleinen Jungen bis zum erwachsen Krieger, leidet und liebt mit ihm und seinem Stamm. Man sieht die Farben,  spürt den Staub der Wüste und schmeckt das Salz der Oase. Meiner Meinung nach gelingt es Richard Mackenrodt die Spannung von der ersten bis zur letzten Seite so hoch zu halten, das ich gar nicht aufhören wollte zu lesen. Ein Buch das ich unbedingt empfehlen möchte und in dem es so viel zu entdecken gibt.





Unsere Bewertung:






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Ildefonso Falcones – Das Lied der Freiheit

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Format: Gebunden
Seitenzahl: 752 Seiten
Erscheinungsdatum: 06. Oktober 2014
Verlag: C. Bertelsmann Verlag
ISBN: 978-3570101964
Preis: 24,99 €

        

Der Klappentext:



Sevilla 1748: Die freigelassene Sklavin Caridad findet, mittellos in einer ihr fremden Welt, Zuflucht bei der Zigeunerfamilie Vega. Hier freundet sie sich mit der jungen, schönen Sängerin Milagros an und gewinnt die Liebe von Melchor, dem stolzen Oberhaupt der Familie. Milagros verliebt sich fatalerweise in Pedro, dessen Familie schon seit langem mit den Vegas verfeindet ist. Ihr von Schicksalsschlägen gezeichneter Lebensweg führt sie vom sonnenverbrannten Andalusien in die prunkvolle Königsresidenz Madrid – hier wird die großartige Flamencotänzerin zur »barfüßigen Königin«.

Ildefonso Falcones' opulenter, vielstimmiger Roman ist ganz große Oper: Er erzählt von Schmerz und Trauer, Liebe und Freundschaft , Hass und Verrat, Sehnsucht und Hoffnung – und von der Freiheit.





Der Autor:


Ildefonso Falcones de Sierra, verheiratet und Vater von vier Kindern, arbeitet als Anwalt in Barcelona. Sein Debütroman „Die Kathedrale des Meeres“ war ein überwältigender internationaler Erfolg. Mit weltweit mehr als fünf Millionen verkauften Büchern hat sich Falcones als der bestverkaufte spanische Autor historischer Romane verewigt.





Die Rezension: 


Gelesen und rezensiert von unclethom


Wer einen Falcones liest weiß vorher auf was er sich einlässt. Es ist keine schnelle Lektüre die man mal schnell so weg lesen kann. Es ist aber eine Lektüre die noch lange nachhallt.
Dennoch fand ich leicht in das Buch hinein und fand dort starke Charaktere und eine Farbenfrohe, wenn auch nicht immer einfache Story vor.
Die Figuren im Buch sind alle sehr glaubwürdig und lebendig, so sehr dass man glauben konnte sie vor sich zu sehen. Ebenso sind die Schauplätze so toll beschrieben, dass die Geschichte ihr Eigenleben bekam und man nicht nur außen vor stand, sondern mitten drin. Die Story begann schon nach den ersten Seiten wie ein bunter Film vor meinem inneren Auge abzulaufen.
Irgendwie war es als wenn man den Stolz der Zigeuner fast körperlich spüren konnte. Auch das Misstrauen zwischen den Zigeunern und den Spaniern war so beschrieben dass man es spüren konnte. Und genau das macht das Buch aus, es ist eben kein Buch das man liest und danach weglegt und vergisst.
In der Story fand ich zwar kleinere längen, aber nicht so dass diese den Lesefluss gestört hätten. Manches hätte man kürzer erzählen können, dafür anderes lieber etwas länger. Aber das ist Falcones eigene Art seine Bücher zu schreiben, man mag es oder man mag es nicht, dazwischen gibt es glaube ich nichts.
Mir hat das Buch gut gefallen, ich wurde sehr gut unterhalten, und wie gesagt, das Buch und die Story hallen recht lange nach. So vergebe ich hierfür 4 von 5 Sternen.





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Sonntag, 19. Oktober 2014

Nancy Salchow - Kirschblütentage

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Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 336 Seiten
Erscheinungsdatum: 03. November 2014 als Print, 
das ebook ist schon erschienen
Verlag: Knaur TB Verlag
ISBN: 978-3426515037
Preis: 8,99 €

        

Der Klappentext:



Zu Herzen gehend, nostalgisch, wunderbar – eine Geschichte über das, was im Leben wirklich zählt!

Eine Plastikrose mit einer Uhr in der Mitte, ein Teelichthalter aus grünem Glas, ein altes Buch – drei von vielen Dingen, die die zerstrittenen Eltern Jasmin und Vincent und ihre heftig pubertierenden Kinder plötzlich überall im Haus finden. Gegenstände, die Erinnerungen wecken an die unbeschwerte Anfangszeit ihrer Ehe. Aber diese Funde sind kein Zufall. Sorgfältig hat Emilia, die kürzlich verstorbene Großmutter, in ihren letzten Tagen diese Spuren gelegt. In der Hoffnung, ihre auseinanderbrechende Familie wieder zusammenführen zu können. Doch ist der Zauber der Erinnerung stark genug?




Die Autorin:


Nancy Salchow, 1981 geboren, arbeitet von Kindesbeinen an an eigenen Romanprojekten, wagte sich allerdings erst 2011 mit ihren Werken an die Öffentlichkeit und stellte Leseproben ihrer Manuskripte auf Neobooks ein, der Autorenplattform der Verlagsgruppe Droemer Knaur. Wenn sie nicht gerade an einem Manuskript arbeitet, ist sie als Sängerin sowie Songtexterin in eigenen musikalischen Projekten aktiv.

Mehr über die Autorin auf ihrer Website www.nancysalchow.de






Die Rezension: 


Gelesen und rezensiert von mienebaja-74


Nancy Salchow hat mit ihrem Roman „ Kirschblütentage „ eine wunderschöne Geschichte geschrieben, deren Zauber mich in ihren Bann gezogen hat. Sie schreibt sehr flüssig und so gefühlvoll, dass man einfach immer weiter lesen möchte. Die Kombination aus Traurigkeit und Hoffnung hat sie sehr schön miteinander verwoben. Sehr gut gefallen haben mir die Rückblicke und Erinnerungen, die durch Emilia´s Spuren wieder ins Gedächtnis der Familie gedrungen sind, und diese dann zum Nachdenken gebracht haben. Das zeigt einem, wie vergänglich doch alles um einen herum ist. Ich glaube es geht vielen Frauen genauso wie Emilia und Jasmin man verausgabt sich für die Familie und denkt zu wenig an sich selbst.
Der Titel und das Cover sind wirklich sehr passend, während des Lesens hatte ich die Kirschblüten immer wieder mal vor Augen.
Leider war das Buch so schnell zu Ende, gerne hätte ich noch einige Kapitel weiter gelesen, um zu wissen wie es mit allen weitergeht.





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Nick Cutter – Das Camp

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Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 576 Seiten
Erscheinungsdatum: 08. September 2014
Verlag: Heyne Verlag
ISBN: 978-3453437791
Preis: 9,99 €

        

Der Klappentext:



Ein Mann strandet auf einer einsamen Insel vor der kanadischen Küste. Er ist ausgemergelt, dünn, wirkt mehr tot als lebendig. Und er hat Hunger – einen unstillbaren, schmerzhaften Hunger. Auf der Insel findet er eine Scouttruppe vor. Die Scouts merken schnell: Der Fremde ist krank, todkrank. Egal, wie viel er isst: sein Körper fällt mehr und mehr in sich zusammen. Und dann sehen sie, dass sich etwas unter seiner Bauchdecke bewegt. Während die Scouts überlegen, was zu tun ist, bemerkt ihr Leiter, dass ihn plötzlich ein nie gekannter Hunger quält …




Der Autor:


Nick Cutter ist das Pseudonym eines preisgekrönten Autors, der bereits mehrere Kurzgeschichten und Romane schrieb. Cutter lebt nicht auf einer Insel, sondern in Toronto, Kanada. Er hat einen gesunden Appetit.





Die Rezension: 


Gelesen und rezensiert von unclethom


Der Autor deutet das Grauen nur an, recht deutlich zwar, aber dennoch so, dass das Kopfkino genug Raum zum Rattern bekommt. Zart besaitete Leser oder diejenigen die einen empfindlichen Magen haben möchte ich aber warnen, es könnte etwas eklig werden.
Der Schreibstil des Autors ist so fesselnd, dass er es geschafft hat mich schon auf den ersten Seiten des Buches abzuholen und bis zur letzten Seite nicht wieder loszulassen. Sehr plastisch sind die Figuren und die Schauplätze beschrieben, was es leicht macht das Buch wie einen Film vor seinem inneren Auge ablaufen zu lassen.
Das Buch macht dem Leser klar wozu Gier führen kann, aber auch was rein theoretisch machbar ist. Und genau dieses Wissen ist es welches das Grauen in diesem Buch noch verstärkt. 
Ich habe mich von dieser Geschichte sehr gut unterhalten gefühlt. Mich hat der Autor mit seiner Story beeindrucken können, so sehr dass ich es innerhalb nur 2 Tagen gelesen habe.
Fans des Genre werden sicher an diesem Werk ihre Freude haben.
Von mir sind das hier 4,5 von 5 Sternen





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Samstag, 18. Oktober 2014

Micaela Jary – Das Haus am Alsterufer

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Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 576 Seiten
Erscheinungsdatum: 21. Juli 2014
Verlag: Goldmann Verlag
ISBN: 978-3442480289
Preis: 9,99 €

        

Der Klappentext:



Hamburg 1911: Nur widerstrebend stimmt der verwitwete Reeder Victor Dornhain der Heirat seiner Tochter Lavinia mit dem Architekten Konrad Michaelis zu. Niemand in der Familie ahnt, dass Lavinias Schwester, die Malerin Nele, ihren Schwager liebt. Etwa zeitgleich wird die 16-jährige Klara Tießen als Hausmädchen bei Dornhains eingestellt. Nur Victor Dornhain und seine Mutter Charlotte wissen, dass Klara sein illegitimes Kind ist. Drei Jahre später bricht der Große Krieg aus und verändert alles: In der Tragödie erkennt Lavinia ihre wahre Bestimmung, Klara findet auf der Suche nach ihrer unbekannten Mutter den Mann ihres Lebens, und das Schicksal seiner Familie wird für den Reeder zu einer Frage der Ehre ...



Die Autorin:


Micaela Jary stammt aus Hamburg und wuchs im Tessin auf. Nach einem Sprachenstudium absolvierte sie ein Zeitungsvolontariat und arbeitete viele Jahre als Redakteurin, bevor sie sich ganz der Schriftstellerei widmete. Geschichte und Geografie sind ihre liebsten Themen, ihre Faszination gilt dabei vor allem Süd- und Ostafrika. Sie hat eine erwachsene Tochter und lebt nach einem langjährigen Aufenthalt in Paris heute mit Mann und Hund in München und Berlin.




Die Rezension: 


Gelesen und rezensiert von unclethom


Das Buch spielt in den 1910er Jahren, Vorkriegszeit und in der Zeit des Großen Krieges (erster Weltkrieg) . Der Autorin ist es wirklich sehr gut gelungen die Atmosphäre der damaligen Zeit einzufangen. Die Sorgen, die Nöte der verschiedenen Bevölkerungsschichten, insbesondere aber die der wohlhabenden Hamburger.
Mir gefiel der Schreibstil der Autorin so gut, dass ich das Buch in einem Rutsch gelesen habe. Die Dialoge sind so fein ausgearbeitet und so glaubhaft, dass man meinte dabei zu sitzen während der Gespräche.
Es ist der Autorin auch gelungen ihren Figuren Leben einzuhauchen. Sie wie auch die Schauplätze sind so plastisch beschrieben, dass ich denke, wenn ich heute nach Hamburg käme, mich dort zurechtfinden zu können. In jeder Zeile merkt man mit welcher Liebe sie das Buch geschrieben hat. Insbesonders ihre Liebe zu Hamburg spürt man fast auf jeder Seite.
Das Buch ist so wie es geschrieben wurde auch eine Liebeserklärung zur Heimatstadt der Autorin.
Für mich ist es ein Buch welches mich nun dazu zwingt in näherer Zukunft weitere Bücher der Autorin zu lesen. Für jeden, der gerne in vergangene Zeiten eintaucht, ist dieses Buch ein absolutes Muss.
Ich vergebe hier, klare 5 von 5 Sternen.





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Mittwoch, 15. Oktober 2014

Richard Mackenrodt – Azarú-Wer den Weg verliert

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Format: Gebunden
Seitenzahl: 496 Seiten
Erscheinungsdatum: 23. September 2014
Verlag: Edition Takuba Verlag
ISBN: 978-3981666748
Preis: 24,99 €

        

Der Klappentext:



In den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts wächst Azahrú auf als Sohn eines Tuareg-Anführers. Mitten in der Sahara. Ohne zu wissen, dass es jemanden gibt, der es auf sein Leben abgesehen hat. Denn in Wirklichkeit ist er der Sohn deutscher Eltern, die längst tot sind. 
Dem Rätsel seiner Herkunft kommt Azahrú erst viele Jahre später auf die Spur. Als junger Mann bringt er den Mut auf, die Wüste zu verlassen, reist nach Europa und begibt sich auf die Suche. Dabei widerfahren ihm Dinge, die so ungeheuerlich sind, dass ein einfacher Junge aus der Wüste daran eigentlich zerbrechen müsste. Aber die Tuareg sind zäh. Sie sind es gewohnt, der Natur zu trotzen, mit wenig auszukommen und ungeachtet aller Entbehrungen ihre Kamelkarawanen erfolgreich tausende Kilometer durch die Wüste zu führen. Zu Fuß. Schritt für Schritt. Solche Menschen geben nicht einfach auf. 
Die traditionelle Kultur der Tuareg ist im Untergehen begriffen. Nur wenige von ihnen ziehen im 21. Jahrhundert noch als Nomaden von Oase zu Oase und leben von Salzkarawanen. Ein Schluck Wasser ist für sie eine wertvolle Köstlichkeit, eine gemeinsam eingenommene Tasse Tee der Inbegriff von Freundschaft und Respekt. Dieser Roman ist ein Stück weit so, wie auch sie es sind: ernsthaft und stolz, aber in vielen Momenten auch albern wie die Kinder. Azahrú - Wer den Weg verliert erzählt auf fast 500 Seiten eine machtvolle Geschichte über Heimat, Identität und Erlösung. Und fast wie nebenbei auch noch eine der größten Liebesgeschichten aller Zeiten.



Der Autor:


Richard Mackenrodt ist seit 20 Jahren einer der erfolgreichsten Drehbuchautoren Deutschlands.

"Azahrú - Wer den Weg verliert" ist nun sein erster Roman. Den er nur schreiben konnte, weil er ein intimer Kenner der Kultur der Tuareg ist - jenes Nomadenvolkes, das für uns fast so etwas ist wie ein Mythos: blau verschleierte, kriegerische Männer mit funkelnden Augen, hoch oben im Sattel ihres Dromedars. Auch Hollywood hat stets immer nur diese Klischees bedient. Richard Mackenrodt zeigt uns in seinem Buch jetzt endlich, wie diese Menschen wirklich sind. Und dass sie uns westlich zivilisierten Menschen gerade in der Einfachheit ihrer traditionellen Kultur in Vielem überlegen sind. Dass Mackenrodt das mit Hilfe einer unglaublich spannenden und zutiefst anrührenden Geschichte tut, ist ein Glücksfall für alle Leser, die große, gewaltige, wuchtige Geschichten lieben.

Und weiter? Beim Schreiben von "Azahrú - Wer den Weg verliert" hat Richard Mackenrodt Blut geleckt. Seine nächsten beiden Romane warten bereits auf ihre Veröffentlichung:

"Mein Leben davor" - eine Geschichte, wie es (und das ist jetzt kein Spruch) noch keine gegeben hat. Ein wildes, raues, leidenschaftliches, komisches und trauriges Buch über Schmerz und Wiedergeburt und innere Verbundenheit bis zum Tod. Und darüber hinaus. Mit einem Ende, das den Leser sprachlos macht. Das klingt jetzt noch ein bisschen kryptisch, klar, aber mehr wird trotzdem noch nicht verraten.

Und dann: "Die kleine Insel am Ende der Welt" - wenn Tarantino eines Tages beschließen würde, eine romantische Sommerkomödie zu schreiben, würde sie vielleicht so aussehen. Oder so ähnlich. Das wird lustig. Aber nicht nur. Die ersten Testleser fordern bereits jetzt eine Fortsetzung. Lassen Sie sich mal überraschen.

Diese beiden Bücher erscheinen im Jahr 2015. Und Vorfreude ist ja bekanntlich die beste Freude.

Richard Mackenrodt sagt: "Ich schreibe aus zwei Gründen. Der erste ist ganz einfach: Weil ich geboren bin, um Geschichten zu erzählen. Der zweite ist noch einfacher: Ich lese einfach für mein Leben gerne meine Geschichten vor. Eine Lesung zu halten - für mich gibt es nichts Schöneres. So wie am 23. September bei meiner Buchpremiere im Fraunhofertheater in München, mit Lesung und Livemusik von zwei extra eingeflogenen Tuareg-Musikern. Das war gigantisch. Und fragen Sie mal meine Freunde: Manche von ihnen haben schon Komplett-Lesungen meiner Romane geschenkt bekommen. Ich lese dann tatsächlich einen ganzen Roman - von der ersten bis zur letzten Zeile. Ja, wirklich. Das hört sich irre an, ich weiß, und das ist es auch. Die wissen dann vorher auch nicht so genau, was sie davon eigentlich halten sollen. So nach dem Motto: 'Hey, und was ist, wenn ich's furchtbar finde, und dann soll ich den ganzen Tag da sitzen und zuhören?' Nun, es ist noch keiner davon gelaufen, im Gegenteil. So eine Mammut-Lesung geht aber nur mit erstaunlichen Mengen rohen Ingwers, kannenweise grünem Tee und einer Tüte Halsbonbons..." 




Die Rezension: 


Gelesen und rezensiert von unclethom


Das Buch habe ich auf der Buchmesse in Frankfurt bekommen. Eigentlich wollte ich abends nach der Messe nur kurz hineinlesen, Eigentlich. Aber obwohl ich noch ein anderes Buch am lesen war, musste ich sofort voll einsteigen. Richard Mackenrodts Buch hat mich auf der Stelle abgeholt und in seinen Bann gezogen, so sehr, dass das andere Buch plötzlich „vergessen“ war.
Der Schreibstil des Autors ist schön flüssig, so dass es wirklich sehr schwer fällt das Buch aus den Händen zu legen. Plastisch beschreibt er seine Figuren und ganz besonders auch die Schauplätze, so dass man bemerkt, der Mann weiß wovon er spricht wenn er von der Wüste und den Tuareg schreibt. Seine Figuren sind durchweg, gut durchdacht und glaubhaft.
Für mich war es als ich das Buch gelesen habe so als würde vor meinem inneren Auge ein farbenfroher Film ablaufen, es war als könnte man die Gerüche der Wüste riechen und den Sand zwischen den Zehen spüren.
Das Buch ist ein Buch das alle Gefühle anspricht, man war mit den Figuren Traurig und man lachte mit ihnen. Man spürte den Stolz dieses Volkes regelrecht körperlich. Ich denke, mit dem Buch hat Richard Mackenrodt den Tuareg ein würdiges Denkmal gesetzt.
Danke, für dies großartige Abenteuer
Klare und hochverdiente 5 von 5 Sternen sowie eine Leseempfehlung.





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