Sonntag, 28. Juni 2015

Claudius Crönert – Freyas Land

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Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 534 Seiten
Erscheinungsdatum: 04. März 2015
Verlag: Gmeiner Verlag
ISBN: 978-3839216477
Preis: 12,99 €

        

Der Klappentext:

KREUZ UND KLINGE  
715 n.Chr.: Die friesischen Stämme rüsten zum Feldzug gegen die christlichen Franken, um ihre Handelsstadt Dorestad von deren Besatzung zu befreien. Auf einem Festbankett verlangt einer der friesischen Fürsten von Herzog Radbod, er möge ihm seine Tochter zur Frau geben. Das Mädchen ist aber erst 15 Jahre alt und der Herzog will sich um keinen Preis von ihr trennen. Es droht ein Streit zur Unzeit, denn nur wenn die Friesen zusammenhalten, haben sie eine Chance gegen den übermächtigen Gegner. Und Radbod hat viele Gefahren auf sich genommen, um die Stämme seines Landes zu einen ...




Der Autor:

Claudius Crönert ist in Hamburg aufgewachsen und lebt seit vielen Jahren in Berlin, wo er Philosophie und Kunstgeschichte studiert hat. Von Anfang an arbeitet er doppelgleisig, als Autor und Journalist. Er ist politischer Korrespondent; daneben schreibt er Rundfunk-Reportagen, Zeitschriften-Artikel und Film-Beiträge. Als Autor schreibt er Drehbücher, Historische Romane und Krimis.





Die Rezension: 


Gelesen und rezensiert von unclethom

Freyas Land ist ein spannend geschriebener und gut recherchierter Roman aus Frieland im 8. Jahrhundert n. Chr. Bisher hatte ich noch keinen Roman aus dieser Zeit gefunden der so unterhaltsam wie auch Lehrreich war.
Dem Autor ist es sehr gut gelungen die Atmosphäre der damaligen Zeit herüber zu transportieren. Die Schauplätze und die Figuren sind sehr gekonnt und plastisch beschrieben, so dass es mir zumindest so ging, dass mein Kopfkino schnell zu rattern begann.
Lebendig und Farbenfroh wird das Leben der Figuren beschrieben, es kam einem fast vor als seien sie real. Besonders gelungen in meinen Augen die Dialoge, die sich durchaus so in der damaligen Zeit abgespielt haben könnten.
Auf Nachfrage nannte der Autor mir entsprechende Webseiten, so dass man in etwa die Schauplätze auf der Karte nachvollziehen konnte. Dies vielleicht auch als Anregung an den Verlag eine solche Karte in der zweiten Auflage im Buch zu übernehmen.
Es gelang dem Autor die Spannung kontinuierlich zu steigern bis hin zum furiosen Finale. Das war ganz großes Kino. Apropos Kino, ich finde das Buch würde guten Stoff für einen Abendfüllenden Kinofilm hergeben.
Das Buch hat mich aufs Beste unterhalten und ich kann guten Gewissens hierfür die volle Punktzahl vergeben.





Unsere Bewertung:






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Suzanne Bergfelder – Die Haut, die sie nie wieder trägt

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Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 472 Seiten
Erscheinungsdatum: 03. März 2015
Verlag: Books on Demand
ISBN: 978-3734759680
Preis: 14,90 €

        

Der Klappentext:

DIE HAUT, DIE SIE NIE WIEDER TRÄGT
HELENA ist oberflächlich betrachtet, eine begehrenswerte, charismatische Frau. Doch hinter der Fassade verbirgt sich ein Seelenkrüppel. Egozentrisch und verantwortungslos bewegt sie sich in ihrer Scheinwelt, in der nur sie existiert. Aufgrund ihres neurotischen Verhaltens gerät sie in scheinbar unüberwindbare Konflikte mit ihrem sozialen Umfeld, denen sie durch Flucht von Paris nach Wien mit ihrem derzeitigen Lover ADAM für immer zu entgehen hofft. Als sich jedoch herausstellt, dass sie keinem Traumprinzen gefolgt, sondern einem schamlosen Betrüger aufgesessen ist, droht Helena der Absturz ins Bodenlose. Ausgerechnet COCO erweist sich als wahre Freundin und bietet ihre Hilfe an. Doch nur unter einer Bedingung: Helena soll sich ihrer psychischen Problematik stellen. Wird Helena die Chance ergreifen? Bleibt sie am Abgrund stehen – oder wird sie ins schwarze Loch stürzen?




Die Autorin:

Suzanne Bergfelder wurde 1952 in Hamburg geboren und lebt heute in München. Nach ihrem abgebrochenen Abitur arbeitete sie als Hotelkauffrau, Casting Director, Stylistin, Agentin, Werbefilm-Produzentin, Veranstalterin, Schmuck-Designerin.... Bereits als Kind erzählte sie ihren Geschwistern erfundene Geschichten. Später schrieb sie Gedichte, Songtexte und Kurzgeschichten für die Schublade. "Die Haut, die sie nie wieder trägt" ist ihr erster Roman und beginn einer Trilogie über neurotische Frauen.





Die Rezension: 


Gelesen und rezensiert von unclethom

Das Buch dreht sich um eine junge Frau die mit ihrem Leben hadert. Neid bestimmt ihr Leben, sie ist unzufrieden mit ihrer Nationalität, ihrem Namen und ihrem Einkommen, welches nicht wirklich schlecht ist. Aber sie neidet anderen ihren Wohlstand und Erfolg. Und so kommt es wie es kommen muss, sie verschuldet sich um all das zu besitzen was auch andere haben. Allerdings ohne ihr eigenes Einkommen zu bedenken.
So könnte man kurz das Buch von Suzanne Bergfelder beschreiben.
Der Schreibstil der Autorin macht es dem Leser leicht regelrecht durch die Seiten zu fliegen. Selbst mir, als Mann fiel es leicht in die Story hineinzufinden. Das Thema würde ich eher als Frauenliteratur ansiedeln, aber auch als Mann hatte ich meinen Spaß an der Story.
Sehr bildhaft werden die Figuren und Schauplätze beschrieben und so war es recht einfach sich in diese hineinzuversetzen. Man spürt die innere Zerrissenheit von Helena und wie sie unter der Situation leidet, dennoch aber nicht in der Lage ist daran etwas zu ändern. Dazu brauchte es dann einen Anstoß von aussen.
Die Protagonistin macht eine Entwicklung durch, von einer Frau die lügt und betrügt, hin zu einer Frau die ihrerseits betrogen wird. Die den Leser durch ein Wechselbad der Gefühle jagt, von Ablehnung zu Beginn des Buches bis ihn zur Sympathie, ja sogar Mitleid erzeugte die Figur bei mir im zweiten Teil des Buches.
Spannend beschreibt die Autorin den Weg der Helena vom Kotzbrocken der sich selbst nicht lieben konnte, bis hin zu einer Frau die ihren Platz im Leben scheinbar gefunden hat.
Im Großen und Ganzen finde ich ist es ein gelungenes Debüt.
Dafür gibt es von uns 4 von 5 Sternen.





Unsere Bewertung:




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Donnerstag, 25. Juni 2015

John Grisham – Die Erbin

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Format: Gebunden
Seitenzahl: 704 Seiten
Erscheinungsdatum: 03. März 2014
Verlag: Heyne Verlag
ISBN: 978-3453269101
Preis: 24,99 €

        

Der Klappentext:

Keine Macht, kein Recht
Spektakulärer hätte Seth Hubbard seinen Tod nicht inszenieren können. Als sein Mitarbeiter ihn eines Morgens aufgehängt an einem Baum findet, ist die Bestürzung im beschaulichen Clanton groß. Niemand hätte mit einem Freitod gerechnet. Hubbards Familie sieht das pragmatischer und ist in erster Linie an der Testamentseröffnung interessiert. Was sie nicht weiß: Kurz vor seinem Tod hat Hubbard sein Testament geändert. Alleinige Erbin ist seine schwarze Haushälterin Lettie Lang. Ein erbitterter Erbstreit beginnt . . .

Als der schwer kranke Seth Hubbard seinem Leben ein Ende setzt, ahnt niemand, welche Folgen diese Tat haben wird. Hubbard, ein grimmiger Einzelgänger, blieb im Wesentlichen für sich. Versorgt von einer Haushälterin, hatte er kaum mehr Kontakt zu seiner Familie. Hubbards erwachsene Kinder absolvieren die Trauerfeier für ihren Vater denn auch wie einen Pflichtbesuch, um sich danach möglichst schnell der Testamentseröffnung zu widmen. Die Überraschung könnte kaum größer sein, als sich herausstellt, dass Hubbards Vermögen 24 Millionen Dollar umfasst. Den Löwenanteil spricht Hubbard seiner Haushälterin Lettie Lang zu. Seine Familie indes geht leer aus. In Windeseile fechten Hubbards Kinder das Testament an. Mit allen Mitteln versuchen sie Hubbards Unzurechnungsfähigkeit zu beweisen. Die Rechnung scheint aufzugehen. Bis Jack Brigance, der Anwalt an Lettie Langs Seite, Hubbards verschwundenen Bruder Ancil ausfindig macht, der eine Geschichte zu berichten hat, die einem das Blut in den Adern gefrieren lässt. Plötzlich ergibt Seth Hubbards Testament auf tragische Weise Sinn.




Der Autor:

John Grisham hat 27 Romane, ein Sachbuch, einen Erzählband und fünf Jugendbücher veröffentlicht. Seine Bücher wurden in 38 Sprachen übersetzt. Er lebt in Virginia und Mississippi.
Besuchen Sie den Autor im Internet: www.jgrisham.com






Die Rezension: 


Gelesen und rezensiert von unclethom

Das Buch war, nach einem kurzen Durchhänger, wieder ganz großes Kino. John Grisham schreibt, so Bildhaft, dass man kaum dass man begonnen hat zu lesen, auch schon die Figuren und Schauplätze vor Augen hat.
Natürlich merkt man, dass er als Anwalt tätig war. Zu gut kennt er die Materie, und so bleiben auch bei diesem Titel letztendlich keine Fragen offen.
Das Buch spielt in den achtziger Jahren und damals wie auch heute tritt der Rassismus offen zu Tage.
Ihm gelingt wie nur wenigen Autoren die Spannung auf einem von Anfang an recht hohem Niveau zu halten. Und so war es nur zu natürlich, dass mich das Buch fesselte und ich es innerhalb von nur dreieinhalb Tagen gelesen hatte. Es ist nicht nur ein Buch das unterhalten soll, es regt auch zum Nachdenken an. Insbesondere die Menschen in den Südstaaten der USA sind für mich nun Thema, sprich ich möchte noch mehr über die Menschen und den Allgegenwärtigen Rassismus dort lesen und erfahren. Ich weiß nicht wie es anderen bei der Lektüre erging, ob sie ähnlich wie nun ich neugierig sind mehr zu erfahren, aber mich hat das Thema absolut geflasht.
Der Schreibstil von John Grisham ist so schön, ich denke selbst ein Sachbuch würde man ihm aus den Händen reißen. Wie gesagt nach einem Durchhänger von ihm, war ich erst am Zweifeln ob ich das Buch denn nun wirklich lesen soll. Aber ich bin absolut begeistert und meiner Meinung nach ist das wieder ganz der Alte John Grisham.
Vom mir sind das ganz klare und verdiente 5 Sterne sowie eine Leseempfehlung!







Unsere Bewertung: 




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Dienstag, 23. Juni 2015

Andreas Schnabel – Tod auf der Insel

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Format: Broschiert
Seitenzahl: 210 Seiten
Erscheinungsdatum: 29. März 2011
Verlag: Emons Verlag
ISBN: 978-3897058118
Preis: 9,90 €

        

Der Klappentext:

Comisario García Vidal wurde wegen eines Diebstahls zum kleinen Bergkloster von s´Alqueria Blanca gerufen. Als er das letzte Mal gesehen wurde, war er Beifahrer in einem Streifenwagen der Guardia Civil. Dieser Wagen wurde kurz darauf gefunden. Am Steuer saß noch der junge Polizist, vom Beifahrersitz aus erschossen, mit der Dienstwaffe des Comisarios. Unmittelbar darauf werden zwei weitere Menschen kaltblütig aus nächster Nähe exekutiert. Die Spuren scheinen eindeutig: Comisario García Vidal ist ein Serienmörder. Nur der Residente, Gräfin Rosa und Carmen, die junge Polizei-Kadettin, halten zu ihm. Sie sehen den Comisario als Opfer. Doch wer ist der eiskalte Killer?




Der Autor:

Andreas Schnabel, geboren 1953 in Hamburg, ist ausgebildeter Rettungsassistent, arbeitete als Hauptbrandmeister, Taxifahrer, Rundfunkreporter, RTLSportredakteur,TV-Producer, Filmproduzent, Event & TV-Regisseur und Theater-Autor. Er lebt als Autor in Pulheim bei Köln.






Die Rezension: 


Gelesen und rezensiert von unclethom

Lehrreich, spannend und sehr unterhaltsam, so könnte man Andreas Schnabels Krimireihe kurz beschreiben.
Lehrreich deswegen, weil ich ohne einen Reiseführer zur Hand zu nehmen vieles über die Insel lernen kann. Spannend weil Andreas Schnabel wie nur wenige versteht die Mallorquinische Lebensart mit den von ihm beschriebenen Kriminalfälle zu verbinden.
Und unterhaltsam, weil man neben einem spannenden Krimi von Andreas Schnabel auch ein ordentliches Maß an Humor geliefert bekommt. Kurz ein Gesamtpaket, welches der Leser nur sehr schwer aus den Händen legen kann.
Dieses Mal ist neben dem Residente, Carmen die Hauptermittlerin. Carmen die junge Polizei-Kadettin, in deren Händen die Last liegt, festzustellen wer dem Commissario die Morde in die Schuhe zu schieben versucht. Mehr will ich aber nicht verraten, das muss der geneigte Leser schon selbst lesen.
Der Schreibstil ist unbestritten wirklich Klasse und es vergehen nur wenige Seiten bis man so gefesselt ist, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen mag, bevor man es zu Ende gelesen hat. Gewohnt schön beschreibt der Autor die Schauplätze und Figuren, so gut dass es bei mir so war, als liefe vor meinem inneren Auge ein Kinofilm ab. So farbenfroh und Lebendig wirken die Figuren, dass man nicht glauben mag, dass sie eine Fiktion sind.
Die Schauplätze, so könnte man meinen, hat man selbst mit eigenen Augen gesehen. Alles in allem ist die Story sehr spannend mit einem wirklich dramatischen Finale.
Für mich war das Buch eine runde Sache, das sich sehr gut lesen ließ und mich so fesseln konnte, dass ich wieder einmal wegen einem Buch von Andreas Schnabel ein wenig übernächtigt wirke.
In der Summe kann ich für diesen Krimi 5 Sterne vergeben.




Unsere Bewertung:





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Donnerstag, 18. Juni 2015

Manel Loureiro – Apocalypse Z: Zorn der Gerechten

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Format: Broschiert
Seitenzahl: 512 Seiten
Erscheinungsdatum: 11. Mai 2015
Verlag: Heyne Verlag
ISBN: 978-3453316645
Preis: 14,99 €

        

Der Klappentext:

Sicherheit hat ihren Preis
Europa liegt in Trümmern: Ein mysteriöses Virus hat neunzig Prozent der Bevölkerung in hungrige Untote verwandelt. Drei Überlebende treten die gefährliche Reise in die USA an in der Hoffnung, dass dort noch ein Stück menschliche Zivilisation zu finden ist – nur um festzustellen, dass auch Amerika von den Zombies zerstört wurde. Einzig das kleine Städtchen Gulfport, Mississippi, ist bisher verschont geblieben. Doch Sicherheit hat ihren Preis: die Freiheit ...




Der Autor:

Manel Loureiro wurde 1975 in Pontevedra, Spanien, geboren. Er studierte zunächst Jura an der Universität von Santiago de Compostela, bevor er als Moderator verschiedener TV-Sendungen bekannt wurde. Seinen ersten Roman Apokalypse Z veröffentlichte er zunächst auf seinem Internetblog, wo er sich schnell zum Kultphänomen entwickelte. Der Autor lebt und arbeitet in Pontevedra.




Die Rezension: 


Gelesen und rezensiert von unclethom

„Zorn der Gerechten“ ist der dritte Teil der Buchreihe „Apocalypse Z“. Für meinen Geschmack ist es der beste der drei Teile um die drei Protagonisten während der Zombie Apocalypse.
Geht es noch recht harmlos los, steigert sich die Spannung von Seite zu Seite, bis man das Buch nicht mehr aus den Händen legen kann.
Für eine Fiktion wirken die Figuren recht glaubhaft und keineswegs konstruiert, was man bei einem Buch welches von Zombies handelt, eigentlich erwarten könnte. Ständig war bei mir die Überlegung „Was wäre wenn…“ präsent und sorgte so bei mir für eine andauernde Gänsehaut.
Die Schauplätze sind auch sehr gut beschrieben, so dass man sich diese sehr gut vorstellen konnte. Es war fast so, als liefe vor meinem inneren Auge ein Kinofilm ab. Apropos Kino, das Buch ist großes Kino und mich würde es nicht überraschen diesen Stoff eines Tages im Kino verfilmt vorzufinden.
Insbesondere der Teil, der in Gulfport spielt wirkte sehr bedrückend, konnte man doch Ähnlichkeiten zur realen Geschichte feststellen.
Im Großen und Ganzen ist „Zorn der Gerechten“ ein Buch welches den Leser auf beste unterhalten kann, es dabei aber nicht versäumt der Gesellschaft stellenweise einen Spiegel vorzuhalten.
Hochverdiente 5 Sterne sowie eine Empfehlung!




Unsere Bewertung: 




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Samstag, 13. Juni 2015

Alfred Stabel - Der Goldene Apfel der Deutschen

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Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 784 Seiten
Erscheinungsdatum: 01. Juni 2014
Verlag: Kübler Verlag
ISBN: 978-3863460792
Preis: 14,80 €

        

Der Klappentext:

Die Türken erobern Wien - Alternativweltgeschichte
Im Juli 1683 rückt ein osmanisches Heer vor die Mauern Wiens. Die Verteidiger glauben sich bestens gerüstet, bis am ersten Belagerungstag Flammen gegen das kaiserliche Zeughaus schlagen. Der Hauptpulverturm explodiert und unter seinen Trümmern werden die Hoffnungen des christlichen Europas, dass der türkische Vorstoß bei Wien zum Stillstand kommt, begraben. Unter dem Eindruck des von ihm mit verschuldeten Elends schlägt sogar dem rücksichtslosen französischen König Ludwig das Gewissen. Der Goldene Apfel bietet Lesern eine Zeitreise zu den politischen und kriegerischen Schauplätzen des Entscheidungsjahres 1683 in bildhaften Szenen. Getragen wird die Handlung von realen historischen Personen und fiktiven Charakteren wie dem kaiserlichen Söldner Breitenbrunner und dem Janitscharen Sary Mihail, die fanatisch ihre Haufen in den Kampf führen, bis sie in Wien aufeinander treffen. Eine auf realen Tatsachen und Ereignissen basierende und im Stil eines historischen Romans geschriebene alternate history, die glaubhaft schildert, was nicht geschehen ist aber beinahe geschehen wäre.




Der Autor:

Der Autor ist in Wien geboren (Jg. 1950) und aufgewachsen. Nach dem Militärdienst Soziologiestudium und zweijährige Arbeit als Entwicklungshelfer in Mittelamerika. Danach verschiedene Tätigkeiten zur Finanzierung des Medizinstudiums, wobei die Fremdenführerei in mehreren Sprachen nach der Promotion zum Dr. Med. noch eine Zeitlang fortgesetzt wird. Es folgen viele Jahre in der Notfallmedizin. Als Geschichten erzählender Vater schreibt er seinen Kindern schließlich ein Büchlein und entdeckt dabei seine Freude am Verfassen kreativer Texte. So wagt er sich an seinen ersten Roman, dessen großes Volumen vielleicht eine ihm innewohnende Unmäßigkeit ausdrückt. Genre und Thema waren irgendwie logisch. Interesse für Geschichte, insbesondere Wiener Stadtgeschichte, die Ansicht, dass Geschichte jeden faszinieren kann, wenn er ihre Details kennt und die Tatsache, dass es über die zweite Wiener Türkenbelagerung viel Sachliteratur aber keinen ernsthaften Roman gibt. Der Autor arbeitet an seinem zweiten Buchprojekt, ist glücklich verheiratet und hat sechs Kinder. Hobbies: Leider nicht mehr Fußball, immer noch Schifahren, Segeln und Radfahren. Gärtnern; Musik (würgt schrecklich die Gitarre), natürlich Lesen.Verlage können, vorausgesetzt sie lassen sich auf diesen Wandel ein, zu einem Bindeglied zwischen Autor und Buchhandel werden, auch wenn der Autor beispielsweise die Vermarktung von elektronischen Büchern selbst in die Hand nehmen möchte.





Die Rezension: 


Gelesen und rezensiert von unclethom

Dem Autor gelang es mich recht früh schon abzuholen und mein Kopfkino sprang sofort an. Sehr farbenfroh beschreibt er die Schauplätze und Figuren.  Wobei ich mir die Schauplätze sofort vorstellen konnte, was mir aber bei den Figuren nicht ganz so leicht gelang. Woran das lag, ich bin mir nicht sicher, aber manch Dialog erschien mir doch ein wenig unglaubwürdig. Dies ist keine große Sache, aber ich bin da ab und an etwas hängen geblieben. Natürlich handelt es sich hier um eine fiktive Geschichte und man sollte da nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen.
Der Schreibstil wusste zu gefallen so dass es wirklich nicht leicht fiel, das Buch aus der Hand zu legen. Der Spannungsbogen war weit gefächert und je weiter man voran kam im Buch umso spannender wurde es.
Zu Gefallen wusste auch, dass es hier nicht um Gut oder Böse ging, sondern dass die Geschichte ganz neutral erzählt wurde, anders in vielen Büchern zum gleichen Thema.
Für mich besonders  interessant, der Teil der von der Realität abweicht und man dann überlegt was wäre denn, wenn es genau so gekommen wäre.
Insgesamt konnte das Buch gefallen und ich vergebe 4 von 5 Sternen.





Unsere Bewertung:





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Freitag, 12. Juni 2015

Peter Dippold - Frankfurt - Lindenstrasse:
Der Fußballspieler mit dem gelben Stern

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Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 256 Seiten
Erscheinungsdatum: 06. Januar 2015
Verlag: FuB Verlag Peter Dippold
ISBN: 978-3944908045
Preis: 9,90 €

        

Der Klappentext:

In den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts erwirbt Günter Wegener, ein Frankfurter Kaufmann und Unternehmer, das Wohnhaus der Familie in der Lindenstraße. Günter Wegener, Sohn jüdischer Eltern, ist vor seiner Heirat mit Else zum christlichen Glauben konvertiert. 1913, ein Jahr vor Kriegsausbruch, kommt sein Sohn Paul auf die Welt.
Mit dem Aufbau des Unternehmens und dem Erwerb des Hauses in der Lindenstraße beginnt die glückliche Zeit der Familie während der Zeit der Weimarer Republik.
Paul, von seinen Freunden Pille genannt, ist seit der Kindheit ein begeisterter Fußballspieler und Fan seines Heimatvereins. Mit seinen Freunden kickt der Junge im Grüneburgpark und geht schon in der Jugend zur Eintracht. Seine Eltern sehen die Fußballbegeisterung des Jungen mit gemischten Gefühlen. Ihnen wäre es lieber, Paul kümmerte sich stärker um die Schule. Aber die Begeisterung des Jungen für den Sport und seine Integration in den Verein bringen auch positive Seiten mit sich.
Paul soll, so der Wunsch der Eltern, eine ordentliche Ausbildung machen und später einmal den elterlichen Betrieb übernehmen. Als er einige Jahre später Ursula Linnemann kennenlernt, scheint das Glück der Familie Wegener perfekt.
Am 30. Januar 1933 wird Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannt. Das Leben der Familie Wegener gerät aus den Fugen.




Der Autor:

Geboren 1956 in Wiesbaden
Dipl. Soziologe
arbeitet als Vorstand der endesha AG und freier Autor
Nach dem Studium der Soziologie war ich zunächst in verschiedenen Unternehmen und Berufen tätig, bevor ich mich nach einigen Jahren im öffentlichen Dienst im Januar 2000 für eine Unternehmensgründung und selbständige Tätigkeit entschied. Es waren wechselvolle Jahre zu bewältigen, mit Höhen und Tiefen, aber die Entscheidung zur selbständigen Tätigkeit habe ich nie bereut. Immer neue Herausforderungen an die eigene Lernbereitschaft und Kompetenz lassen keine Monotonie aufkommen.
Das Bücherschreiben war für mich zunächst ein reines Hobby, das sich allerdings mittlerweile zu einem netten Nebeneinkommen entwickelt hat. So war die Verlagsgründung des FuB Verlag Peter Dippold der logische und nächste Schritt. Der Spaß am Schreiben und Gestalten von Büchern steht für mich nach wie vor im Mittelpunkt.
Der neue Trend hin zu selbstpublizierenden Autoren, die zumindest im Bereich elektronischer Bücher heute nicht mehr auf das traditionelle Verlagswesen zwingend angewiesen sind, stellt traditionelle Verlage vor neue Herausforderungen. Dennoch haben Verlage aus meiner Sicht ihren Sinn nicht verloren, sie müssen sich aber im Umgang mit Autoren, die heute vieles selbst übernehmen wollen und können, umstellen.
Verlage können, vorausgesetzt sie lassen sich auf diesen Wandel ein, zu einem Bindeglied zwischen Autor und Buchhandel werden, auch wenn der Autor beispielsweise die Vermarktung von elektronischen Büchern selbst in die Hand nehmen möchte.





Die Rezension: 


Gelesen und rezensiert von unclethom

Vorab möchte ich anmerken, dass es kein leichter Stoff den der Autor behandelt.
Sicherlich hat der Autor auch nicht das Ei des Kolumbus neu entdeckt, der Stoff wurde schon häufig zum Thema eines Buches gemacht, aber dabei einen Fußballklub mit in den Vordergrund zu stellen ist eine andere Herangehensweise.
Der fiktive Spieler der Eintracht, Halbjude, und seine Erlebnisse und Leiden beschreibt das Buch.
Um den fiktiven Spieler gibt es natürlich eine reale Hintergrundgeschichte.
Das Buch lässt sich was die Schreibweise angeht recht einfach lesen. Jedoch nur solange bis die Repressalien, die im Buch gottlob nur im Ansatz beschrieben wurden, beginnen.
Dem Autor ist es ganz ausgezeichnet gelungen die Atmosphäre der damaligen Zeit einzufangen und das gegenseitige Misstrauen und den Hass den die NS-Propaganda geschürt hatte zu beschreiben. Es ist insbesondere auch deshalb interessant zu lesen, wenn man als Frankfurter die Schauplätze kennt bzw sie auch heute noch aufsuchen kann und so hat man beim Lesen ein Bild des Frankfurts der dreißiger und vierziger Jahre vor Augen.
Die Figuren und auch die Schauplätze sind schön bildhaft beschrieben und wirken dementsprechend auch recht glaubhaft.
Es ist ein Buch das berührt, ein Buch das den Leser fassungslos zurück lässt. Aber es ist auch ein Buch welches der historischen Figur, die dem Buch als Vorlage diente Julius Lehmann, gewissermaßen ein Denkmal setzt. Es ist aber auch ein Buch das wachrütteln soll, gerade vor dem Hintergrund der rassistischen Auswüchse unserer Gesellschaft-wachrütteln so etwas niemals mehr zuzulassen.





Unsere Bewertung:





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