Freitag, 5. Februar 2016

12 Fragen an den Krimiautor Erasmus Herold

Vor einigen Monaten schrieb mich der Autor Erasmus Herold an und fragte ob ich nicht Lust hätte sein neues Buch vorab zu lesen. Und natürlich, ich hatte Lust. Als ich dann das Manuskript dazu in den Händen hielt war ich neugierig und aufgeregt zugleich und ich wollte etwas mehr über den Autor wissen.

Herausgekommen sind die folgenden 12 Fragen die mir Erasmus Herold gerne beantwortet hat. Dafür nochmals herzlichen Dank!

Foto: Erasmus Herold Privat
Erasmus Herold (* 13. März 1969 in Bonn-Beuel) ist ein deutscher Krimi- und Thriller-Schriftsteller. Er wurde 1969 in Bonn-Beuel geboren, wuchs als ältester von drei Geschwistern in Paderborn auf und besuchte dort verschiedene Schulen von der Grundschule bis zur Höheren Handelsschule. Nach seinem Abschluss begann er mit der Ableistung des Wehrdienstes, war bei der Marine unter anderem auf Fehmarn stationiert. Heute arbeitet Herold hauptberuflich in der Informatikbranche und koordiniert als IT-Leiter die EDV-technischen Abläufe innerhalb eines mittelständischen Unternehmens in OWL. Herold ist verheiratet, hat zwei Töchter. Er lebt im Oelder Stadtteil Stromberg. Seit 2009 schreibt Erasmus Herold neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit Romane. Laut eigener Aussage entspricht die Idee zum thematischen Aufbau seiner Krimis oft persönlichen Interessen, seien es die komplexen Verstrickungen innerhalb seiner Bücher, die lebensnahe Beschreibung seiner Protagonisten oder die Einbindung der Geschichte seiner Heimat Westfalens. Erasmus Herold ist Mitglied in der Autorenvereinigung Das Syndikat. In seiner Jugend wurde Erasmus Herold von Jules Verne, Daniel Defoe und Robert Louis Stevenson geprägt. Heute liest er mit Vorliebe die Krimis von Fred Vargas.


Insgesamt 5 Romane sind seit 2010 entstanden.














Hier geht es zu Erasmus Shop wo Ihr gleich seine Bücher bestellen könnt!


„Und ich vergebe dir nicht“ erscheint Ende Februar in einer Neuauflage bei Erasmus neuem Verlag, dem „Südwestbuch Verlag“ aus Stuttgart.






Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 392 Seiten
Erscheinungsdatum: 24. September 2012
Verlag: C. W. Niemeyer Verlag
ISBN: 978-3827195623
Preis: 9,95 € 












Klappentext:

Gütersloh im Hochsommer 2011. Ein Serienmörder verunsichert die Stadt. Seine grausame Bilanz nach nur fünf Tagen: Jeden Tag ein neues Opfer, in der Regel abends im Schutz der Dunkelheit ermordet. Die Mordkommission der Kreispolizeibehörde Gütersloh gerät unter Druck, denn offensichtlich besteht zwischen den Getöteten nicht die geringste Verbindung. Kriminalkommissar Patrick Gruber, soeben aus dem Urlaub zurückgekehrt, und Sarah Berger, strafversetzt aus einer verschlafenen Kleinstadt, übernehmen den Fall. Doch umso intensiver sie ermitteln, desto mehr Fragen wirft ihr Fall auf. Warum liegen alle Leichen an Straßenabschnitten entlang der Autobahn A2 und warum hinterlässt der Mörder am Oberarm seiner Opfer diesen rätselhaften Zahlenaufdruck aus schwarzer Tinte? Schon bald müssen die neuen Partner erkennen, dass ihr Gegner seinen eigenen Idealen folgt und er ihnen dabei immer einen Schritt voraus zu sein scheint. 



Wer ist der Autor Erasmus Herold?
Hallo erst einmal. Erasmus Herold schreibt Geschichten, lädt ein, in virtuelle Welten, liebt es Spannung zu erzeugen und mit unterwarteten Enden seiner Krimis / Thriller zu überraschen. Vor allem aber ist es wichtig, den Leser mit auf die Reise zu nehmen, ihm Spielraum für eigene Fantasie zu bieten, und ihm zu erlauben, selbst Spuren aufzunehmen und auf eigenen Wegen ermitteln zu können.

Wer ist der private Erasmus Herold?
Ein Mensch, der selbst gerne spannende Geschichten liebt. Darüber hinaus bin ich verheiratet, wir haben zwei Töchter. Ansonsten gibt es gar nicht so viel zu erzählen J

Ich denke, dass Du als Autor auch gerne und viel liest. Welche anderen Hobbies oder Freizeitbeschäftigungen können Dich daneben begeistern?
In der Tat interessieren mich privat ebenfalls Krimis. Doch das Genre ist vielschichtig und so lese ich vorzugsweise gerne die Geschichten von Fred Vargas. Ich mag diesen ruhig, langatmigen Geschichtsverlauf von Vargas’ Protagonisten. Ist ganz anders, als bei meinen eigenen Geschichten. Darüber hinaus unternehme ich gerne Aktivitäten mit der eigenen Familie oder gehe von Zeit zu Zeit durch unsere Felder joggen. Eine tolle Gelegenheit den Kopf freizubekommen und sich auf neue Ideen einzulassen. J

Wie bist Du zum Schreiben gekommen?
Meine erste Geschichte zu „Krontenianer – Rendezvous am Bogen“ hatte ich seit Jahren im Kopf, ehrlich gesagt hatte ich nie daran geglaubt, daraus ein vollständiges Buch entwickeln zu können. Aber an irgendeinem Wochenende habe ich mich hingesetzt, habe die Eckpunkte notiert, eine Zeitschiene entwickelt und geschaut, wie mögliche Darsteller zueinander stehen könnten. Daraus wurde mein erster Krimi mit fast 500 Seiten. Ein Jahr später erhielt ich die Nominierung für den Deutschen Science Fiction Preis, eine großartige Ehrung, die mir viel Aufmerksamkeit bescherte.

Warum Kriminalromane?
Weil ich spannende Geschichten mag, weil es toll ist, den Leser miträtseln zu lassen und weil ich mich selbst für diese Art von Geschichten mehr als begeistern kann. Auch mein erstes Werk „Krontenianer – Rendezvous am Bogen“ gehört in die Kategorie Thriller, wenngleich die Geschichte einige Jahrhunderte weiter in einer möglichen Zukunft spielt. Gleichwohl auch hier geht es um Intrigen, Mord, Verfolgung und Rache...

Woher nimmst Du Deine Ideen zu Deinen Büchern, die doch immer einen recht aktuellen Bezug haben?
Danke. Genau das ist mir in den letzten aktuellen Büchern immer sehr wichtig gewesen. Meine derzeitigen Krimis / Thriller spielen im Hier und Jetzt. Da finde ich es naheliegend, auch einfließen zu lassen, was um uns herum passiert. In „Die Frau am Kreuz“ geht es als eines der großen Themen um die Frage, wie wir selbst zur Sterbehilfe stehen. Eine Thematik, die derzeit immer wieder auch die Medien beschäftigt. Mein Thriller zeigt keine Lösung und bietet keine Vorschläge, gleichzeitig dokumentiert die Geschichte aber, wie meine Protagonisten sich verhalten. So viel sei verraten: „Die Frau am Kreuz“ regt an, auch nach dem Ende des Buches, über das Thema nachzudenken und sich ein eigenes Bild zu formen.

Könntest Du Dir vorstellen auch andere Genres zu bedienen?
Nur bedingt. Im Thriller „Und ich richte ohne Reue“ habe ich eine weitläufige Liebesgeschichte integriert. Das war mir wichtig, ich wollte die möglichen Auswirkungen, vielleicht auch Konflikte zeigen, wenn zwei Arbeitskollegen mit einander ein Verhältnis beginnen. Diese Beziehung zu beginnen, sie immer weiter wachsen zu lassen und auch ganzheitlich mit der Fantasie alle Formen der Liebe zu beschreiben, war nicht ganz einfach. Keinesfalls wollte ich, dass die Leser hinterher sagen: Typisch, das ist von einem Mann geschrieben ... Es gab während das Schreibens viel Wortklauberei. Aber es hat großen Spaß gemacht und ich finde, das Ergebnis ist stimmig. Dennoch möchte ich in diesem Interview ein Geheimnis verraten. Für das Schreiben der Kapitel mit Liebesgeschichte habe ich gut dreimal so lange benötigt, wie für die anderen Abschnitte.

Welche Autoren haben Dein Schreiben beeinflusst?
Ich bin nicht sicher, ob mich wirklich andere Autoren beeinflusst haben, wahrscheinlich können andere Leser das aus der Distanz besser beurteilen. Ich lese selbst gerne Krimis und freue mich über Formulierungen oder Wortkombinationen anderer Autoren, denn ich finde es toll mit Wörtern zu spielen und die Fantasie anzuregen.

Vorschau! Welche aktuellen Projekte sind gerade in Arbeit?
Krimis und Thriller bieten immer Spannung. Das auf Papier niederzuschreiben ist großartig. Wie es genau weiter geht, bleibt noch ein Geheimnis, sicherlich weiterhin mitreißend und aufregend...

Stichwort Blogger. Wichtiges Zahnrad im Getriebe oder notwendiges Übel?
Das Bloggen ist eine tolle Möglichkeit, andere Menschen auf einem aktuellen Stand zu halten. Bei all den Kommunikationsmöglichkeiten, die uns heute zur Verfügung stehen, habe ich mich selbst auf Facebook und Autorenhomepage (www.ErasmusHerold.de) spezialisiert. Hier halte ich alle interessierten Leser auf dem laufenden Stand.

Stichwort Lesungen. Was bedeutet es für Dich, vor Deinen Fans und denen die es noch werden wollen, zu lesen?
Die Lesungen sind die Kirsche der Sahnetorte J
Es ist toll, nah dran zu sein, Rückmeldungen zu bekommen und sich mit allen interessierten Leser austauschen zu können. Aus Besuchen auf Lesungen und auch auf den Buchmessen haben sich schon viele Bekanntschaften entwickelt und es freut mich zu sehen, wie man mit einander über die unterschiedlichen Werke diskutiert.

Was möchtest Du Deinen Lesern gerne sagen?
Zu Schreiben ist kein Hobby, es ist Leidenschaft.

Lieben Dank und Gruß an euch alle
Erasmus Herold

Vielen Dank! Und weiterhin viel Erfolg!
Kommentar veröffentlichen