Mittwoch, 5. Oktober 2016

Roman Rausch - Bombennacht

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Format: Gebunden
Seitenzahl: 368 Seiten
Erscheinungsdatum: 26. September 2016
Verlag: Echter Verlag
ISBN: 978-3429038854
Preis: 14,90 €
        




Der Klappentext:


16. März 1945: Ein friedlicher und sonniger Frühlingstag bricht in Würzburg an. Tausende Flüchtlinge haben in der Stadt am Main Zuflucht gefunden, unter ihnen Eugen, ein deutsch-russischer Junge, der sich vor der SS hüten muss.

In der Nervenheilanstalt in der Füchsleinstraße kümmert sich Professor Werner um die vielen Kriegsverletzten. Da taucht ein totgeglaubtes Mädchen auf, das seine menschenverachtenden Praktiken offenlegen kann. Krankenschwester Fanny erkennt in ihr eine ehemalige Patientin und geht der Sache nach.

Unterdessen bereitet man in der Villa des Nervenarztes ein Geburtstagsfest vor. Der Jude Paul soll eine berühmte NS-Sängerin am Klavier begleiten, während er mit einem Zwangsarbeiter seine Flucht plant.

Und Pfarrer Titus liest seine Morgenmesse. Wird es eine Totenmesse für die Stadt sein? Denn während die Würzburger darauf hoffen, dass der Krieg bald vorbei sein möge, bereitet sich an der Küste Englands eine Bomberstaffel auf einen ihrer zahlreichen Einsätze vor. Am Ende des Tages werden deren Flugzeuge den Himmel über Würzburg verdunkeln und einen tödlichen Feuersturm entfachen.





Der Autor:


Roman Rausch, 1961 in Mainfranken geboren und aufgewachsen, arbeitete nach dem Studium der Betriebswirtschaft im Medienbereich und als Journalist. Für seine Würzburger Kommissar-Kilian-Krimis wurde er 2002 auf der Leipziger Buchmesse und 2011 mit dem Weintourismuspreis ausgezeichnet. 2015 folgte der Bronzene HOMER für "Die letzte Jüdin von Würzburg". Er lebt als Autor und Schreibcoach in Würzburg und Berlin.





Die Rezension:  


Gelesen und rezensiert von unclethom

Mit Bombennacht hat sich Roman Rausch in eine für ihn neue Epoche begeben. Kannte man bisher seine Romane die im Mittelalter spielen sowie seine Kriminalromane und Thriller, so spielt Bombennacht, wie der Titel schon erahnen lässt, in der Zeit des zweiten Weltkriegs.
Sehr bewegend beschreibt der Autor die Sorgen und Nöte der Menschen in Würzburg gegen Ende des zweiten Weltkriegs. Amerikaner, Franzosen und Briten stehen im Westen vor an den Grenzen des Reichs und im Osten die sowjetischen Verbände. Entsprechend viele ausgebombte, verwundete und sonstige umgesiedelte Menschen drängeln sich in Würzburg.
Im ersten Teil geht es in der Hauptsache um Fanny, eine junge Schwesternschülerin, die in der Folge an dem von ihr verehrten Chef der Klinik, Professor Werner zu zweifeln beginnt und ihrerseits nachforscht.
Der zweite Teil des Buches behandelt den Bombenangriff der alliierten Bomber auf Nürnberg und Würzburg und die Auswirkungen auf Würzburg und die Bevölkerung.
Der Schreibstil ist gewohnt gut und fesselnd und so gelingt es Roman Rausch wie so oft seine Leser zu fesseln.
Insbesondere auch weil sich es bei den Schilderungen der Bombennacht um Zeitzeugenberichte handelt, konnte es dem Autor gelingen ein fesselndes und sehr berührendes Buch zu schreiben.
So ist es Roman Rausch gelungen die düstere Atmosphäre darzustellen. Die Nöte und Ängste aller, erscheinen sehr greifbar und echt. So spürt man die Angst der Menschen im Bunker während und nach dem Angriff. Der Kampf der Würzburger ums Nackte Überleben nach den Angriffen.
Für mich war es aber auch eine Darstellung des Rassenhasses bzw des Hasses auf das so genannte Lebensunwerte Leben.
Insbesondere eine Szene ist dabei dem Autor so gut gelungen, dass es einem dabei erscheint man würde danebenstehen. Wie insgesamt die Figuren wieder sehr plastisch beschrieben sind, dass sie durchweg authentisch wirken.
Und natürlich gelingt es dem Autor wieder aufs Beste mein Kopfkino zum Rattern zu bringen, so dass ich das Gefühl hatte einen Film vor meinem inneren Auge ablaufen zu sehen.
Roman Rausch schafft es immer wieder aufs Neue mich mit seinen Büchern zu fesseln.
Für mich waren das, fast schon wie immer, 5 von 5 Sternen.





Unsere Bewertung:




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